BRESLAU NEWS UPDATE

weitere Infos auch unter  www.rallye-breslau.com

und natürlich

Projekt Dresden - Breslau

In letzter Minute hat sich Borossi Motors entschieden das Team "Germany´s next offroader" um die Berlinerin Annett Fischer bei der Teilnahme an der "Breslau 2009" zu unterstützen. Die völlig unerfahrenen "Germany´s next offroader" sehen und fahren das Fahrzeug am abend vor dem Start zum ersten mal. Die Nachricht darüber verbreitet sich schnell im Fahrerlager und viele Teams finden sich ein, um den beiden Damen gutgemeinte Ratschläge zu geben. Hat es überhaupt einen Sinn ein völlig serienmässiges und nicht speziell für diese Materialschlacht vorbereitetes Fahrzeug mit zwei völlig unerfahrenen Frauen an Bord in die - besonders in diesem Jahr - härteste Amateur-Rallye Europas zu schicken ?

ausführliche Berichte siehe unten !

4. Juli  Siegerehrung

Der Borossi BB 800UV 4x4 Renegade fährt am Samstag durchs Ziel und beendet die Rallye mit dem 12ten Platz von 15 Startern in der Quadwertung. Was vorher keiner für möglich gehalten hatte ist Wahrheit geworden. Der "Renegade" fährt am Samstag mit einem überglücklichen Frauen-Team, dem einzigen im Starterfeld, in Wertung über die Ziellinie. Annett Fischer und Jenny Jakubeck erhalten für diese beachtliche Leistung einen großen Pokal. Trotz der vielen Strafzeiten, es konnte mehr als einen Tag nicht gefahren werden, wurde mit etwa 86 Wertungsstunden eine sehr gute Leistung erbracht die bei den PKWs immerhin zum 73. Platz gereicht hätte.

Wir hoffen in den nächsten Tagen weitere Fotos und Videos nachzureichen.

4. Juli Etappe 7 - Zagan

Die letzte Etappe mit etwa 120 Km steht an. Mit dem nach hinten verlegten und nun völlig matschresistenten Kühler könnte der Renegade mit Annett Fischer am Steuer eigentlich ein unaufgeregtes Rennen fahren. Aufregung dann doch an einer Wasserdurchfahrt. Steine die unter der Wasseroberfläche lauern werden in einem ungünstigen Winkel angefahren und legen den Renegade auf die Seite. Fahrzeug und Besatzung geht es gut. Nach einigen Schreckminuten wird der Borossi wieder auf die Räder gestelllt. Nach weiteren 15min startet der Motor ohne Probleme und das Rennen kann mit etwa 40min Zeitverlust fortgesetzt werden.  Mit 3:12:07 kann noch der 8. Platz in der Tageswertung herausgefahren werden.

3. Juli Etappe 6 - Zagan

Die permanente Überhitzung des Motors muss ein Ende haben. Fast alle Fahrzeuge mit Frontkühler im Starterfeld sind schon "weg vom Fester". Jochen entschliesst sich noch in der Nacht zu einem radikalen Umbau. Er schafft es bis zum Start in rekordverdächtiger Zeit den Kühler von vorne nach hinten zu setzen. Nach dem Vorbild der Borossi BajaRacer Buggies ist der Kühler jetzt in Kopfhöhe hinter der Fahrgastzelle montiert. 30min Probefahrt im ersten Gang lassen den Motor fast völlig kalt. "Das hätten wir gleich machen sollen!" Aber die Zeit der Vorbereitung war einfach zu knapp. Mal sehen was jetzt noch geht. Die Freitags Etappe konnte zügig und - wie langweilig - ohne jegliche Probleme beendet werden. Zieldurchfahrt noch im Hellen. Jetzt freuen sich alle auf die letzte Etappe am Samstag und auf die Zielflagge.

 

2.Juli Etappe 5 - Recz - Zagan

Die Marathon Etappe oder auch Hannibal Etappe ist das Ende für viele Teams. Am Tag danach lichtet sich das Camp meistens deutlich, denn viele fahren mit dem was an Fahrzeug übrig geblieben ist nach Hause. 500km werden heute in Wertung gefahren. Ziel ist das zweite Camp in Zagan. Normalerweise steht Zagan für Sand und Wälder, also eigentlich ideal für den Renegade der keine Tiefwateigenschaften hat. Südpolen leidet aber seit Tagen unter Hochwasser, so dass sich diese Etappe für viele zum Alptraum entwickelt. Reihenweise Motorschäden, in einem Stück abgerissene Achsen, geplatzte Kühler... was kaputt gehen kann, geht kaputt. Auch den Renegade trifft es wieder hart. Eigentlich gut unterwegs setzt sich der vorne installierte Kühler in den Schlammlöchern permanent zu. Ohne Kärcher-Gerät geht da nichts. Zum Glück geht die Temeperaturanzeige wieder und somit werden die "Pausen" in denen sich der Motor abkühlen muss immer länger. Im Schlamm festsitzende Trucks erzeugen kilometerlange Staus. Bäume werden gefällt um Alternativstrecken zu suchen .Mittlerweile ist das Feld 4 Std. hinter der geplanten Zeit und auf über 100km in die Länge gezogen. Nach knapp 20 Std. Hitze, Staub, Dreck und Dunkelheit kommt der Renegade um 3:30 morgens ins Ziel. Annett Fischer hat sich entschieden aus der Wertung herauszufahren und abzubrechen. Sie wollte keinen weiteren Schaden am Fahrzeug riskieren. Fahrer, Beifahrer und Fahrzeug waren physisch am Ende. Die Bilder der anderen Teams auf marathonrally.com sprechen für sich. Die SuperVision HiD-Xenon und LED Scheinwerfer am Renegade - zur Verfügung gestellt vom Borossi Partner www.Global-Offroad.com - haben unschätzbare Dienste in der Dunkelheit geleistet. Bei minimalem Stromverbrauch in Relation zur Lichtausbeute bedanken sich ganz besonders auch die Lichtmaschine und die Batterie !

30. Juni Etappe 3 - Recz - Recz

Wer gedacht hat, dass die neue Rennleitung sich nur beim Prolog in Dresden ausgetobt hat und jetzt alles beim Alten belässt, wurde auf dem falschen Fuss erwischt. Die Breslau 2009 wird den Teilnehmern wohl noch jahrelang viel Stoff zur Legendenbildung liefern. Jetzt holen den Renegade die Spätfolgen der Überhitzung vom Samstag ein. Nach einer besonders tiefen Schlammdurchfahrt geht der Motor aus. Erneute Überhitzung. Nach 20min Wartezeit springt er wieder an, aber nach kurzer Zeit ist dann endgültig Schluss. Wasser im Zylinderkopf. Erster Kommentar von Mechaniker, Lehrer und Team-Chef Jochen: "Ein Glück dass es uns am Dienstag erwischt hat, dann können wir Mittwoch reparieren und am Donnerstag wieder die Marathon-Etappe fahren". Gesagt getan. Die nötigen Ersatzteile kamen dann am Mittwoch abend im Rallye Camp in Recz an und am Donnerstag morgen um 4:30 Uhr konnte Jochen völlig erschöpft aber glücklich eine Probefahrt machen und "Germany´s next offroader" um 07:00 Uhr ausgeruht an den Start schicken.

29.Juni Etappe 2 - Bren - Recz

Morgens um 4:00 Uhr bricht die Rallye Karavane in Richtung Polen auf und bezieht für 3 Tage bei Recz das erste der beiden Camps in Polen. Rennstart um 13:00 Uhr von Bren nach Recz. Die Strecke ist staubig aber zügig fahrbar. Die Temperaturanzeige, die beim Prolog zusammen mit dem Kühlerrelais ausgestiegen ist, wird schmerzlich vermisst. In der kurzen Zeit der Vorbereitung hat offenbar niemand daran gedacht ein Ersatzinstrument einzupacken. Noch im Hellen kann die Prüfung beendet werden. "Germany´s next offroader" sind bester Stimmung. Sie haben sich an das Fahrzeug gewöhnt und können jetzt mit den hervorragenden Offroadeigenschaften und dem sehr geringen Gewicht des Renegade durch Passagen fahren, wo PKWs die Winch bemühen müssen. Erfahrene Rallye-Teilnehmer dämpfen die Euphorie der Damen, denn sie wissen: Abgerechnet wird zum Schluss !

28.Juni - Etappe 1 - Hohenmöhlsen bei Leipzig

Die 1. Etappe im Tagebaugebiet bei Hohenmöhlsen hatte es in sich. Die für die Baja Saxonia als zu schwierig verworfene Streckenführung ist für die Breslau gerade gut genug. Auf einem 40km Kurs quer durch Wälder und Schluchten kam es auf alles an: Speed, Traktion und Navigation. Zumindest mit den ersten beiden Punkten hatte der "Renegade" von Borossi kein Problem und das einzige Frauen-Team kam unter den Augen der internationalen Presse und einiger TV-Teams ins Ziel, wogegen einige LKWs noch bis in die frühen Morgenstunden mit schwerem Gerät geborgen werden mussten. Nach Auswertung der automatischen Zeitmessung wird sich ergeben ob alle Kontrollpunkte in dem riesigen Areal gefunden wurden, was einen wesentlichen Einfluss auf die Wertung hat. Der umgebaute Motorrad Tripmaster des Teams hat an diesem Tag nicht funktioniert und so musste Copilotin Jenny nur mit GPS und Sonnenstand navigieren. Eine Meisterleistung.

Showstart - Dresden Augustus Brücke

27.Juni - Prolog Serie in Dresden

In diesem Jahr gleicht der Prolog mehr einer Trial Sektion als einer Rallye. Für Annett Fischer war in der ersten der drei Prüfungen schon kurz noch dem Start wieder Schluss, denn ein defektes Kühler Relais hatte den Kühler zum Kochen gebracht. Nach Reparatur konnten die anderen Prolog Prüfungen dann erfolgreich beendet werden. Von den insgesamt 15 Teams die in der Quad Wertung starten, haben es nach Streckenbegehung etwa die Hälfte vorgezogen, beim Prolog gar nicht erst anzutreten. Darunter auch das einzige andere Side-by-Side Team in der Wertung.

26. Juni Technische Abnahme - Messehallen Dresden

Rennleitung und TÜV prüfen die Fahrzeuge und deren teilweise gewagten Umbauten. Für den völlig serienmässigen Borossi BB 800UV 4x4 Renegade kein Problem !